Dienstag, 12. November 2019

DVPT gibt erste Laufzeitmessung für Geschäftsbriefe in Auftrag

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Der DVPT hat die erste groß angelegte Untersuchung von Laufzeiten für Geschäftsbriefe (B2C) in Auftrag gegeben. Foto: Verena/ Pixelio.de

Der DVPT hat die erste groß angelegte Untersuchung von Laufzeiten für Geschäftsbriefe (B2C) in Auftrag gegeben. Foto: Verena/ Pixelio.de

Der DVPT Deutscher Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation e.V. will eine Laufzeitmessung für Geschäftsbriefe durchführen, die mit der Deutschen Post AG zugestellt werden. Ab Anfang März sollen mindestens 72.000 Testbriefe in das Netz des Postunternehmens eingespeist werden.

Die Laufzeitmessung wird dem DVPT zufolge in einem repräsentativen, normierten und TÜV-zertifizierten Verfahren durchgeführt (nach EN13850/EN14534). Messziele sind die Erhebung der rechtzeitigen Erhaltsquoten E + 1 und E + 2 gemäß der Post-Universaldienstleistungsverordnung (PUDLV). Beauftragt wurde das unabhängige Marktforschungsunternehmen Spectos aus Dresden.

Der Fokus der Untersuchung richtet sich erstmals gezielt auf B2C-Sendungen. Dafür kooperiert der Verband mit Großversendern aus einem gleichnamigen DVPT-Arbeitskreis, dem 50 Mitgliedsunternehmen verschiedener Branchen mit einem monatlichen Sendungsvolumen von ca. 800 Mio. Briefen angehören. In der Vergangenheit waren lediglich Laufzeiten von Sendungen gemessen worden, die über Briefkästen in das Zustellnetzwerk der Deutschen Post gelangt sind. 

Wie der DVPT mitteilt, befürworte auch die Bundesnetzagentur die Messung. Denn bei der Marktaufsicht hätten sich die Beschwerden über lange Laufzeiten und Fehl- oder Nichtzustellungen in den Jahren 2017 und 2018 jeweils verdoppelt. Klaus Gettwart, Vorstand des DVPT e.V., erklärt: „Unser Ziel ist es, objektive Informationen zu erhalten, um in Deutschland Qualität, gerechte Preis-Leistungsverhältnisse und den fairen Wettbewerb im Briefbereich zu unterstützen.“

Die Ergebnisse der Laufzeitmessungen sollen dem DVPT zufolge Unternehmen dabei helfen, zielführende Gespräche mit der Deutschen Post AG zu führen, um die Zustellqualität zu verbessern, Kundenbeschwerden zu reduzieren, die Versandlogistik zu optimieren, Porto zu sparen und gegebenenfalls den Wechsel zu alternativen Versand-Dienstleistern vorzunehmen.


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(jf) 09.01.2019


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