Dienstag, 12. November 2019

VDL fordert Anhebung der Verdienstgrenze für Zusteller in Minijobs

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Auch der Verband Deutscher Lokalzeitungen fordert Schützenhilfe von der Politik bei der Bewältigung des laufenden Transformationsprozesses. Mit Blick auf steigende Zustellkosten und die schwierige Personalsuche sagt Martin Wieske, Geschäftsführer des VDL: „Damit die Versorgung der Bevölkerung im ländlichen Raum mit lokalen Informationen sichergestellt bleibt, bedarf es künftig konkreter Unterstützung durch die öffentliche Hand.“ Und dabei sei insbesondere wichtig, dass die Belange der vielen kleineren und mittelständischen Tageszeitungen berücksichtigt werden, die ihm zufolge „einen wesentlichen Anteil an unserer einzigartigen Pressevielfalt in Europa haben.“

In diesem Zusammenhang fordert der VDL unter anderem eine dynamische Anpassung der Verdienstgrenze für Zusteller in Minijobs, damit Lohnerhöhungen nicht zu einer weiteren Reduzierung des Stundenkontingents führen, was wiederum den Zustellermangel verschärft.

Staatliche Hilfen für das Printgeschäft der Zeitungsverlage hatte kürzlich auch Jörg Eggers, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter gefordert. Im Interview mit der Fachzeitung Horizont (5.4.) schlug er eine indirekte Presseförderung vor, wie sie auch in anderen europäischen Staaten praktiziert wird. Dabei würden Verlage für jedes zugestellte Exemplar einen Zuschuss erhalten.   

Über diese und andere Themen diskutieren die VDL-Mitglieder am Donnerstag in Berlin. Zum Kongress Deutscher Lokalzeitungen werden in der rheinland-pfälzischen Landesvertretung rund 250 Personen erwartet. Zu den Rednerinnen gehören die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer und die Rheinland-Pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Im Verband Deutscher Lokalzeitungen e. V. sind rund 80 kleinere und mittlere Tageszeitungen zusammengeschlossen, die etwa fünf Millionen Leserinnen und Leser erreichen. Vorstandsvorsitzender ist Robert Dunkmann, Geschäftsführer und Gesellschafter der Zeitungsgruppe Ostfriesland.




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(jf) 09.04.2019


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