Freitag, 24. Mai 2019

Startup Botlabs veröffentlicht Blockchain-Protokoll/ Burda und Ringier sind beteiligt

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Will mit dem KILT-Protokoll die Mittelsmänner zwischen Unternehmen und Endkunden aus dem Spiel nehmen: Ingo Rübe, Gründer und Geschäftsführer von Botlabs/ Foto: Hubert Burda Media

Das Berliner Startup Botlabs, an dem Hubert Burda Media und Ringier beteiligt sind, hat das sogenannte KILT-Protokoll veröffentlicht. Mit diesem sollen Firmen und öffentliche Institutionen die Echtheit von Identitäten, Daten oder Produkten zertifizieren können. Die Open-Source-Software soll die technische Grundlage für den Aufbau dezentraler Netzwerke mittels Blockchain-Technologie bilden.

Laut Botlabs können mit dem KILT-Protokoll Anwendungen entwickelt werden, die vollständige Datensouveränität ermöglichen und Datenmissbrauch sowie Betrug ausschließen. Alle Daten sollen dezentral gespeichert werden und unter der Kontrolle des Nutzers bleiben. Die Technologie sei damit resistent gegen Angriffe, Manipulation und Datenverluste.

"Alle Anwendungen, die auf KILT basieren, verzichten auf die monopolistischen Gatekeeper, die wie eine Mauer zwischen Unternehmen und Konsumenten stehen und riesige Datenmengen in nur ihnen zugänglichen Silos horten“, erklärt Ingo Rübe, der Gründer und Geschäftsführer von Botlabs. „KILT-Anwendungen haben das Potenzial, das Internet so demokratisch zu strukturieren, wie es ursprünglich konzipiert wurde. Denn das Protokoll ermöglicht, dass Akteure, die sich in der analogen Welt nicht kennen, im Internet einander wieder vertrauen können."

Rübe war einst Chief Technology Officer von Hubert Burda Media. Im Januar 2018 hatte er zusammen mit dem Verlag Botlabs gegründet. im Oktober desselben Jahres stieg das Schweizer Verlagshaus Ringier als Gesellschafter ein. Ziel des Unternehmens sei es, die Blockchain-Technologie für eine breite Öffentlichkeit zugänglich und sinnvoll nutzbar zu machen. Botlabs will sich dabei auf die Schaffung von Basistechnologien fokussieren, die von Unternehmen und öffentlicher Verwaltung genutzt werden können, um Prozesse zu verbessern und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Philipp Welte, Vorstand von Hubert Burda Media, sagt: "KILT wird an den Fundamenten des Internet Sicherheit garantieren. Es schafft die technologische Grundlage für die Vertrauenswürdigkeit digitaler Geschäftsmodelle."

Robin Lingg, Head International Marketplaces bei Ringier, ergänzt "Für Unternehmen tun sich zahlreiche spannende Geschäftsmodelle entlang des ‚Trust-Factors‘ und der digitalen Souveränität auf. Beispiele für die Anwendung des KILT Protocols sind etwa Zugangsdaten und Identifikationsprozesse für Bankkunden (KYC Know your Customer), die Zertifizierung von Produkteigenschaften oder die Verifizierung vertrauenswürdiger Nachrichten, was speziell für Medienunternehmen interessant ist."

Die Idee hinter KILT basiert auf dem Ausstellen und Vorzeigen offiziell gültiger Dokumente. Eine öffentlich als vertrauenswürdig anerkannte Instanz signiert einem Nutzer ein elektronisches Dokument, das spezifizierende Eigenschaften dieses Users enthält. Das nun attestierte Dokument wird nicht zentral beim Aussteller, sondern direkt beim User gespeichert. Derjenige, dem er das Dokument später vorzeigt, kann mit Hilfe der Blockchain und der Reputation des Ausstellers überprüfen, dass es echt und vertrauenswürdig ist.



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(wr) 15.05.2019


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