Samstag, 21. September 2019

Elektromobilität: EHI beschreibt Status Quo der Ladeinfrastruktur im Einzelhandel

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Zukünftig muss bei gewerblich genutzten Gebäuden mit mehr als zehn Parkplätzen mindestens eine Ladesäule zur Verfügung stehen. Foto: Malte Reiter - stock.adobe.com

Bis März 2020 muss auch in Deutschland eine neue EU-Richtlinie umgesetzt werden, nach der bei Neubauten und großen Renovierungen an Nichtwohngebäuden mit mehr als zehn Stellplätzen mindestens ein Ladepunkt für Elektrofahrzeuge zur Verfügung gestellt werden muss. Den Status Quo der Ladeinfrastruktur im Einzelhandel hat jetzt das EHI Retail Institut mit einer Studie  erforscht. 

Dafür wurden 63 Handelsunternehmen mit insgesamt rund 33.000 Filialen befragt. 54 Prozent gaben an, mindestens eine Ladestation innerhalb ihres Filialnetzes zu betreiben. Weitere 19 Prozent planen E-Stationen. 27 Prozent der Befragten antworteten hingegen, dass der Aufbau von Ladesäulen für sie nicht relevant ist, beispielsweise weil sich die Filialen in der Innenstadt befinden und nicht über eigene Parkplätze verfügen.
 
Über die Hälfte der Händler (67 Prozent) stellt seinen Kunden den Ladestrom für ihr E-Auto kostenlos zur Verfügung. Weitere 12 Prozent machen dies abhängig von den jeweiligen Standorten der Filiale und 21 Prozent bitten den Kunden an der Säule zur Kasse. „Aktuell ist es für die Händler aufgrund der aufwändigen Abrechnung das Einfachste, den Strom zu verschenken“, erklärt Laura Fleischmann, Projektleiterin E-Mobilität. „Wir gehen jedoch davon aus, dass mittelfristig immer weniger Händler den Strom kostenfrei abgeben werden.“

Um die Station zu nutzen, können Kunden die Ladesäule mit einer entsprechenden RFID-Ladekarte oder über eine App freischalten. Dabei ist insbesondere die RFID-Karte mit 90 Prozent besonders beliebt. Jeder zweite Händler akzeptiert auch eine App zur Freischaltung der Säule.

Mehr Informationen gibt es in dem kostenlosen Whitepaper „E-Mobilität im Handel 2019“, das auf der  Website des EHI bereitsteht.

 


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(jf) 06.06.2019


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