Dienstag, 07. April 2020

VDL: Angesichts Corona muss Vertriebsförderung schneller kommen

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Martin Wieske mahnt zu einer schnellen Freigabe der Fördermittel für den Vertrieb/ Foto: VDL

Der Verband Deutscher Lokalzeitungen (VDL) fordert angesichts der aktuellen Entwicklung rund um das Corona-Virus, die im Bundeshaushalt eingestellten Mittel zur Vertriebsförderung unverzüglich zur Auszahlung an die Zeitungsverlage freizugeben. Dies müsse als "unbürokratische Sofortmaßnahme" erfolgen, sagte VDL-Geschäftsführer Martin Wieske am Dienstag (17. März) in Berlin.

Der VDL begründet die Forderung mit „zum Teil existenzbedrohenden Anzeigen- und Beilagenrückgängen im Lokalen“ sowie der „flächendeckenden Absage von Events lokaler Medienhäuser“. Durch die „wirtschaftliche Schieflage“ drohe im Lokalen die redaktionelle Berichterstattung wegzubrechen. 

"Die Menschen müssen über die Entwicklung der gesundheitlichen Lage vor Ort weiter auf dem Laufenden gehalten werden“, erklärte Wieske. „Dies geschieht in erster Linie über die zu sichernden lokalen Tageszeitungen."

Der VDL vertritt die Interessen lokaler Zeitungs- und Medienhäuser. Rund 80 kleinere und mittlere Tageszeitungen sind im Verband zusammengeschlossen.

Der Haushaltsausschuss im Bundestag hatte Mitte November 2019 einer finanziellen Förderung der Zustellung von Zeitungen und Anzeigenblättern zugestimmt. Insgesamt soll ein Budget von 40 Mio. Euro bereitgestellt werden. Ende November stimmte auch der Bundestag dem Vorschlag zu. Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) und der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) hatten die grundsätzliche Bestrebung, die Zustellung zu fördern, zwar gegrüßt, hielten die in Aussicht gestellten Mittel aber für zu gering (DNV Online berichtete).



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(wr) 17.03.2020


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