Dienstag, 07. April 2020

Wie Post- und Paketdienste die letzte Meile sichern

%%%Wie Post- und Paketdienste die letzte Meile sichern%%%
Kontaktlose Paketannahme bei Hermes: Der Zusteller bittet um Unterschrift mit eigenem Stift auf dem Label des abgelegten Paketes (Foto: Hermes)

Kontaktlose Paketannahme bei Hermes: Der Zusteller bittet um Unterschrift mit eigenem Stift auf dem Label des abgelegten Paketes (Foto: Hermes)

Seit Mitte März müssen in Deutschland viele Geschäfte geschlossen bleiben. Onlineshops – auch diejenigen des stationären Einzelhandels – sind davon nicht betroffen. Wer selbst nicht vor die Tür gehen will, oder Dinge benötigt, die es momentan nicht vor Ort zu kaufen gibt, kann sich diese nach Hause schicken lassen. Bücher aus der Buchhandlung und ein neues Netzwerkkabel für das Home-Office bleiben ebenso lieferbar wie Nahrung, Getränke und Medikamente. Möglich wird das, weil Logistiker, Transportdienste und Zustellunternehmen trotz Corona-Pandemie weiter im ganzen Land unterwegs sind.

Um die Gefahr einer Ansteckung von Mitarbeitern und Kunden mit dem Coronavirus zu verringern, haben auch Kurier-, Express- und Postdienste Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Neben dem Einhalten von allgemeinen Empfehlungen, wie dem regelmäßigen und gründlichen Händewaschen, dem Abstandhalten zu anderen Menschen und dem Vermeiden von Körperkontakt, spielt im Zustellprozess aktuell die kontaktlose Lieferung eine zentrale Rolle. Was bei kleinformatigen Sendungen wie Briefen, Katalogen und Pressepost ohnehin Standard ist, lässt sich auch für Pakete und nachweispflichtige Sendungen realisieren.

Briefzusteller behandeln Übergabeeinschreiben aktuell wie Einwurfeinschreiben, die Zustellung erfolgt also in den Briefkasten und wird durch die Zusteller dokumentiert. Das wird sowohl von der Deutschen Post als auch von privaten Briefdiensten so gehandhabt.

Kontaktlose Paketübergabe

Zusteller von DHL und DPD verzichten bei der Übergabe von Paketen aktuell ebenfalls auf die Unterschrift des Empfängers und dokumentieren die erfolgreiche Auslieferung mit ihrem eigenen Autogramm. Zudem erfolgt keine Übergabe von Hand zu Hand. Der Zusteller klingelt weiterhin beim Empfänger, hält zu ihm jedoch Abstand. Der Paketbote stellt das Paket nahe der Wohnungstür ab und quittiert die erfolgte Übergabe mit seiner eigenen Unterschrift. Kleine, flache Pakete, die in den Briefkasten passen, werden dort hinterlegt.

Hermes-Zusteller legen die Pakete seit dieser Woche vor der Haustür ab und bitten die Empfänger, den Empfang per Unterschrift mit eigenem Stift auf dem Paketlabel zu quittieren. Das Label mit der Unterschrift fotografiert der Zusteller mit seinem Handheld.

GLS stellt ein Formular zum Download bereit, auf dem Kunden einen alternativen Ablageort vermerken können. Es muss unterschrieben und sichtbar an Haustür oder Briefkasten angebracht werden. Der GLS-Zusteller legt das Paket an den gewünschten Ort und nimmt das Schreiben zur Dokumentation mit.

Mehr zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Zustellung, Pressevertrieb und Einzelhandel lesen Sie in den kommenden Tagen auf dnv-online.net.


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(jf) 24.03.2020


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