
Sie waren auf dem OMR Festival 2024 und teilen ihre Learnings mit uns (v.l.): Michael Komlóssy von Intan, Isabelle Hinze von DMV, Jannick Weißel von der Zeit, Simon Kretschmer von Table.Briefings und Natascha Diederichs von KSP - Fotos: Dirk Uhlenbrock, DMV, Bettina Theuerkauf/Die Zeit, Table.Media, KSP
OMR 2024: Welches Fazit zieht die DNV-Community?
Das OMR Festival bündelt jedes Jahr aufs Neue die wichtigsten Trends und Entwicklungen in den Bereichen Technologie, Medien und Marketing. Unter den rund 67.000 Besuchern, die sich am 7. und 8. Mai 2024 wieder in den Messehallen Hamburg zusammengefunden haben, waren auch einige Vertreter der Verlags- und Pressevertriebsbranche. Wir haben gefragt, welches Fazit sie von der diesjährigen Veranstaltung ziehen. Dabei spielen vor allem Networking und der persönliche Kontakt eine entscheidende Rolle.
Jannick Weißel, Director Marketing bei Die Zeit & Zeit Online, ist zunächst beeindruckt von der Entwicklung des Festivals über die Jahre hinweg: „Vor zwölf Jahren war ich das erste Mal dabei, damals eine überschaubare Fachkonferenz mit technisch tiefgehenden Vorträgen. Inzwischen hat es sich zu einem Mega-Festival der Unterhaltung für im weitesten Sinne Marketinginteressierte entwickelt – so auch dieses Jahr. Es ist der Ort, an dem man geplant oder zufällig wichtigen beruflichen Kontakten, aber auch guten Freunden über den Weg läuft. Allein dafür lohnt sich das Eintauchen in die lebhaften Menschenmengen.“
Auch für Michael Komlóssy, Senior Sales Manager bei der Intan Group, stand Kontaktpflege im Fokus seines OMR-Besuchs: „Der direkte und persönliche Austausch, den ein Besuch in Hamburg auf der OMR ermöglicht, ist für mich unverzichtbar, da er die Beziehungen vertieft und eine Kommunikation auf Augenhöhe ermöglicht, die über digitale Kanäle nur schwer zu erreichen ist.“
Diesen persönlichen Austausch auf der OMR weiß auch Simon Kretschmer, Geschäftsführer von Table.Briefings zu schätzen. Er erklärt: „Die OMR ist und bleibt einfach der Treffpunkt. Es ist wie ein großes Klassentreffen – verbunden mit viel Inspiration. Inhaltlich gab es wie immer ein enormes Angebot und das Event ist auch sehr hilfreich im Recruiting.“
Learnings rund um KI und Social Media
Thematisch drehte sich bei der OMR 2024 vieles um Künstliche Intelligenz. Auch wenn KI schon seit über einem Jahr in aller Munde ist und die Chancen und Risiken bereits breit diskutiert wurden, kommen immer noch neue Erkenntnisse für die Vertreter der Verlags- und Pressevertriebsbranche zusammen. „Für mich war es beispielsweise spannend zu sehen, wie künstliche Intelligenz inzwischen nicht mehr nur ein neues Experimentierfeld ist, sondern sich in diversen Marketingtools als Pflichtelement etabliert. Zudem muss der professionelle Umgang mit KI-Tools mehr und mehr zum Standard-Repertoire von Marketers zählen“, erzählt Jannick Weißel.
Für Isabelle Hinze, Leitung POS-Marketing bei DMV Der Medienvertrieb, war eine Aussage von Digitalexperte Sascha Lobo ein wichtiger Appell. Dieser sagte in seiner Keynote: „Die schlechten Seiten von KI kommen von allein – für die guten müssen wir intensiv gemeinsam arbeiten“. Dazu ergänzt Isabelle Hinze: „Wir beschäftigen uns laufend mit aktuellen Entwicklungen und die richtige Reaktion darauf. Daher bin auch ich der Meinung, dass es wichtig ist, den Veränderungen mit Neugierde, Tatkraft und Optimismus zu begegnen.“
In den Ausstellerhallen konnte man für die Marketing- und Social-Media-Branche relevante Unternehmen wie Meta, Pinterest, Amazon Ads und Google sowie auch Payment-Dienstleister und Marketing-Agenturen antreffen. Natascha Diederichs empfiehlt, im Vorfeld Termine zu vereinbaren - Foto: Julian Huke Photography
Neben KI kamen auf der OMR aber auch andere Themen zur Sprache – mit wichtigen Learnings. Isabelle Hinze blieb beispielsweise folgender Trend in Erinnerung: „Es hat ein Paradigmenwechsel auf allen Plattformen stattgefunden: Content und Community first – Content steht im Mittelpunkt, nicht mehr der Absender oder die Absenderin. Das bedeutet, dass es eine Verschiebung von Relationships zu Content gibt. Individualisierung und Personalisierung sind das A und O bei der Ansprache, insbesondere der jungen Zielgruppe. Die Gen Z hat vielfältige Interessen und lässt sich im Gegensatz zu anderen Zielgruppen nicht mehr so leicht clustern: 'je jünger, umso nischiger'.“
Auch Jannick Weißel ist inhaltlich abseits des Top-Themas KI fündig geworden. Für ihn waren unter anderem Einschätzungen zur enormen Marktmacht von TikTok ebenso interessant wie Erfahrungsberichte zur Professionalisierung von Podcast Marketing. Und außerdem: „Was bei all der technologischen Weiterentwicklung unangefochten relevant bleibt, ist glaubwürdiger und authentischer Content abseits der Mittelmäßigkeit und eine starke Marke. Das ist nicht zuletzt auch für uns eine wichtige Bestätigung“, sagt Weißel.
Nicht alles Gold, was glänzt?
Wer in der Fülle des zweitägigen Programms nicht den Überblick verlieren möchte, sollte sich gründlich vorbereiten. Diese Erfahrung hat Natascha Diederichs, Manager Business Development Telekommunikation/Medien von KSP, gemacht. „Die OMR erschlägt im ersten Moment aufgrund des großen Angebots von Masterclasses zu verschiedensten Themen sowie das Angebot der Stages mit prominenten Speakern und Moderatoren“, berichtet sie. „Dennoch habe ich in einige Masterclasses reingeschnuppert und fühlte mich durchaus durch den einen oder anderen Beitrag junger Influencer und Blogger inspiriert.“
Aber: „Man sollte sich frühzeitig mit dem Angebot, den Terminbuchungen und dem Hallenplan auseinandersetzen und sich rechtzeitig auf den Weg zu den Terminen machen, denn das Gelände ist riesig und es braucht Zeit, um von A nach B zu gelangen. Mir persönlich war das Angebot dieses Events zu groß nach dem Motto: Wer die Wahl hat, hat die Qual“, ergänzt Diederichs.
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Generell sind sich aber alle einig: Es ist durchaus möglich, spannende Insights und vor allem wertvolle Kontakte von der OMR mitzunehmen. Eine gründliche Vorbereitung des OMR-Besuchs kann dabei aber nicht schaden.
Und Auftritte von Stars wie Kim Kardashian bilden davon abgesehen besondere Highlights und verdeutlichen die Reichweite und den Einfluss der OMR, so Michael Komlóssy. Auch Natascha Diederichs war von der Prominenz vor Ort beeindruckt: „Kim Kardashian, Social-Media- und Film-Star, war sicherlich ein starkes Zugpferd für die Veranstaltung. Aber auch Moderatoren wie Kai Pflaume und Markus Lanz haben der OMR einen sehr prominenten Touch verliehen.“
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