Deutsche kaufen Games vermehrt per Download
Die Corona-Pandemie sorgte im deutschen Games-Markt dafür, dass die Kunden Videospiele vermehrt per Download erwarben, statt sie in physischer Form für den heimischen PC oder die Konsole zu kaufen: Im ersten Corona-Jahr sprangen die Download-Käufe von 45 auf 58 Prozent. Diese Download-Käufe konnten sich seither auf dem hohen Niveau halten – und der Trend setzt sich fort. Denn im Jahr 2023 ist der Anteil der als Download gekauften PC- und Konsolenspiele in Deutschland erstmalig auf 60 Prozent gestiegen, ergab eine Erhebung der Consumer Panel Services GfK und der Unternehmensforschung data.ai im Auftrag von game – dem Verband der deutschen Games-Branche.
Für die Erhebung wurden knapp 25.000 Konsumenten zu ihren Einkaufs- und Nutzungsgewohnheiten bei digitalen Spielen befragt. Deren Antworten zeigen auch klare Unterschiede in puncto Spieleplattform: Bei PC-Spielern ist der Kauf als Download mit 98 Prozent am weitesten verbreitet. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass der Zugang zu diesen Downloads über Vertriebsplattformen wie Steam oder die EA App (vorher als Origin bekannt), aber auch durch digitale Videospiele-Shops wie Humble Bundle mittlerweile sehr simpel und schnell ermöglicht wird.
Bei Konsolenspielen setzen mit 60 Prozent nach wie vor mehr Spieler auf physische Kopien ihrer Spiele. Im Vorjahresvergleich ist dieser Wert allerdings um drei Prozentpunkte gesunken.
Jüngere Zielgruppen tendieren eher zu Downloads
Wie häufig Games per Download gekauft werden, hängt dabei auch vom Alter der Spielenden ab. So tendieren Jüngere generell häufiger zu Download-Käufen. Konkret zeigt die Studie, dass:
- 71 Prozent der 20- bis 29-Jährigen mehr als sieben von zehn Games als Download erwerben
- mit 59 Prozent auch immer mehr 50- bis 59-Jährige sich bei rund sechs von zehn Games für einen Download entscheiden (im Jahr zuvor waren es 53 Prozent)
- der Kauf physischer Kopien bei den über 60-Jährigen am beliebtesten ist, die im Jahr 2023 mehr als die Hälfte (53 Prozent) ihrer Spiele auf Datenträgern erwarben – allerdings ging dieser Wert im Vorjahresvergleich um 12 Prozentpunkte zurück
Je jünger, desto Dowload-affiner - doch auch ältere Zielgruppen greifen immer häufiger auf Downloads von Spielen zurück - Abbildung: game – Verband der deutschen Games-Branche
Felix Falk, Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Games-Branche, kommentiert zu den Ergebnissen: „Wir sehen eine klare Tendenz: Der Download-Kauf hat sich bei der Mehrheit der Spielenden etabliert und sein Anteil steigt kontinuierlich weiter, wenn auch nicht mehr so sprunghaft wie in den Pandemie-Jahren. Nicht nur sind Downloads für viele ein schneller und komfortabler Weg, Games zu erwerben. Im vergangenen Jahr sind einige begehrte Spiele-Blockbuster wie ‚Baldur’s Gate 3‘ oder ‚Alan Wake II‘ zunächst ausschließlich als digitale Versionen erschienen und schon seit längerem sind viele erfolgreiche Indie-Titel nur noch als Download verfügbar, was die Popularität von Downloads weiter in die Höhe treibt.“
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Vivian Katharina Bissel 08.08.2024






