
Johannes Hauner, Geschäftsführer der SZ, will durch die Kooperation mit The Atlantic das Abo-Angebot für die SZ-Abonnenten aufwerten - Foto & Abbildung: Julian Baumann, Süddeutsche Zeitung
SZ startet weitere Kooperation im Paid-Content-Bereich
Ende 2024 identifizierte DNV unter anderem Kooperationen im Bereich Paid Content als einen Trend, der im Jahr 2025 in der Pressevertriebs- und Verlagsbranche an Relevanz gewinnen wird (den vollständigen DNV-Trendreport lesen Sie in DNV 11-12/2024). Beispiele im Markt finden sich bereits einige: So kooperieren beispielsweise die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Augsburger Allgemeine (Mediengruppe Pressedruck) mit internationalen Partnern in Form der Washington Post und der New York Times, um ihre Abo-Angebote aufzuwerten.
Mit der Süddeutschen Zeitung (SZ) kommt nun ein weiterer Player dazu, der mit einem internationalen Partner zusammenarbeitet. Dabei handelt es sich dieses Mal nicht um eine Zeitung, sondern um ein Magazin: The Atlantic, mit Sitz in Washington D.C. und New York. Die Zeitschrift erscheint zehnmal jährlich und fokussiert sich auf Themenbereiche wie (Außen)politik, Literatur und Kultur.
Neue Inhalte bleibt Abonnenten vorbehalten
Abonnenten der SZ können künftig auf der Website vom neuen Format „5 stories from the Atlantic“ profitieren. Wöchentlich werden hier fünf Originaltexte aus dem englischsprachigen Magazin veröffentlicht, kuratiert von der SZ-Redaktion. Das Format erscheint jeden Donnerstag, beginnend am 22. Mai 2025.
Johannes Hauner, Geschäftsführer der SZ, kommentiert zur Kooperation: „Wir möchten unseren Abonnentinnen und Abonnenten regelmäßig auch englischsprachige Originaltexte anbieten. The Atlantic ist dafür ein ausgezeichneter Partner, der unser Angebot perfekt ergänzt. Wir freuen uns sehr, unseren Leserinnen und Lesern eine zusätzliche, transatlantische Perspektive geben zu können. Und wenn sie über die wöchentlich fünf Artikel auf SZ.de hinaus noch mehr aus The Atlantic lesen wollen, erhalten unsere Abonnenten ein spezielles Angebot.“
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Judith Wittwer, Chefredakteurin der SZ, ergänzt: „The Atlantic gehörte schon vor den Enthüllungen über die Signal-Chatgruppe um die Trump-Regierung zu den spannendsten Publikationen der USA. Das Magazin regt mit seinen Essays und Reportagen zum Nachdenken an und passt damit sehr gut zum Journalismus der Süddeutschen Zeitung.“
Megha Garibaldi, Chief Growth Officer von The Atlantic, freut sich auf die Zusammenarbeit: „Wir freuen uns, dass mehr Leserinnen und Leser in Deutschland Zugang zu The Atlantic bekommen und sich mit Aspekten auseinandersetzen können, die von weltweitem Interesse sind. Gerade jetzt ist ein guter Zeitpunkt für eine Partnerschaft mit der SZ, denn The Atlantic wird seine Berichterstattung in nächster Zeit ausbauen – mit Schwerpunkten auf Politik, nationale Sicherheit, Verteidigung und Nachrichtendienste.“
SZ bringt bereits Expertise in diesem Bereich mit
Die Süddeutsche Zeitung experimentiert außerdem nicht zum ersten Mal in puncto Paid-Content-Kooperation und bringt hier eine gewisse Expertise mit: Im Juli 2024 startete sie die Zusammenarbeit mit dem Fußballmagazin Kicker (Olympia Verlag), um fußballaffinen Abonnenten mehr Input bieten zu können. Der Kicker wiederum profitiert von der Reichweite und dem Know-how der SZ, denn das Paid-Content-Angebot Kicker Plus befand sich damals noch frisch im Aufbau.
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Vivian Katharina Bissel 22.05.2025





