
Gibt sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender der RP aus Zeitgründen wieder ab: Friedrich Joussen - Foto: Andreas Krebs - Rheinische Post Mediengruppe
Rheinische Post muss neuen Aufsichtsrats-Chef suchen
Nach nur etwas mehr als einem Jahr gibt der neue Aufsichtsratsvorsitzende der Rheinische Post Mediengruppe seine Position schon wieder ab. Friedrich Joussen hat seine Mandate bereits zum 31. August 2025 niedergelegt, wie es von Verlagsseite heißt. Er war auch Leiter der Gesellschafterversammlung.
Als Begründung heißt es, dass Joussen den zeitlichen Aufwand für die Mandate, welcher mit Blick der Herausforderungen im Medienbereich notwendig sei, nicht dauerhaft leisten können – „in Anbetracht anderer Mandate und seiner persönlichen Lebensplanung“, so die Rheinische Post. Auf Gesellschafterseite bedauere man diese Entscheidung sehr.
Nun läuft die Nachfolge-Suche. Ein neuer Aufsichtsratsvorsitzender wird gebraucht. Joussen hatte das Mandat im April 2024 übernommen. Die Gesellschafter hatten sich damit für einen externen Manager entschieden (Joussen hatte einst Tui und Vodafone Deutschland geführt), nachdem zuvor zwölf Jahre lang Felix Droste den Vorsitz des Aufsichtsrats inne hatte. Die Droste-Familie gehört zu den Hauptgesellschafter der Rheinische Post Mediengruppe.
Bis man eine dauerhafte Nachfolge gefunden hat, wollen die drei stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden den Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung führen. Namentlich sind das Florian Merz-Betz, Martin Ebel und Felix Droste (alle drei sind Vertreter von Gesellschafterfamilie der RP Mediengruppe).
Die weiteren Aufsichtsratsmitglieder sind Oliver Girardet (ebenfalls Vertreter eines Gesellschafterstamms) sowie der ehemalige ProSiebenSat.1-Chef Rainer Beaujean und Rechtsanwalt Dr. Martin Hüttermann von der Wuppertaler Kanzlei Breidenbach.
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Wolfgang Rakel 03.09.2025





