Samstag, 15. August 2026

Mit neuem Layout und erweiterten Inhalten will der Spiegel seine Leser in ihren Bedürfnissen besser abholen - Abbildung: Spiegel Gruppe

Spiegel präsentiert sich mit modernem Layout und neuen Inhalten

Die Hamburger Spiegel Gruppe hat ihr Flaggschiff überarbeitet: Mit der am 19. September 2025 erscheinenden Ausgabe 39/2025 zeigt sich der Spiegel in einem moderneren Layout und wartet zudem mit einer neuen Heftstruktur und zusätzlichen Rubriken auf. Abonnenten können das neue Layout in der Digitalausgabe zudem heute schon einsehen.

Damit wird ein sehr vertriebsstarkes Heft den Leserwünschen angepasst: Im aktuellen DNV-Top-100-Ranking der umsatzstärksten Zeitschriften im Pressevertrieb belegt der Spiegel Platz 1 mit einem Umsatz von knapp 104 Mio. Euro.

Dirk Kurbjuweit, Chefredakteur des Spiegel, fasst die Gründe für die Überarbeitung zusammen: „Der Spiegel wird heute von seinen Leserinnen und Lesern so vielfältig genutzt wie nie. Im Digitalen bieten wir ihnen Live-Berichterstattung, interaktives Storytelling sowie starke Video- und Audioangebote. Zugleich bleibt ein erheblicher Teil unserer Leserschaft dem gedruckten Magazin treu. Sie wünschen sich eine konzentrierte Lektüre, schätzen tiefgründige Recherchen, investigative Enthüllungen und auch Momente zum Schmunzeln. Sie bevorzugen eine in sich abgeschlossene Ausgabe und lesen diese bewusst fernab von Bildschirm und Smartphone. Genau für diese Leserinnen und Leser haben wir den Spiegel als sorgfältig kuratiertes Wochenendmagazin konzipiert – als Gegenpol zur Echtzeitflut.“

In puncto Layout sehen die Neuerungen wie folgt aus:

  • Pro Ausgabe gibt es zwei optische Schwerpunkte, in der Regel die Titelgeschichte und eine große Reportage.
  • Die anderen Artikel werden dafür bewusst optisch ruhiger gehalten, hier wird sich auf den Text fokussiert.
  • Eine neue Headline-Schrift, eine klare Seitenarchitektur und Dreispaltigkeit sollen für mehr Übersichtlichkeit und einen besseren Lesefluss sorgen.

Die großen Geschichten werden optisch opulent begleitet, andere Artikel werden dagegen bewusst "textlastiger" gehalten - Abbildung: Spiegel Gruppe

Und das sind die neuen Inhalte:

  • Am Anfang jedes Ressorts soll eine große Geschichte stehen.
  • Dabei folgt man einer neuen Abfolge: Titelkomplex, Deutschland, Ausland, Reporter, Wirtschaft, Wissen, Kultur und Sport.
  • Der Auslandsteil bildet, zusammen mit den Deutschlandseiten, einen Politikteil.
  • Jedes Ressort endet mit kurzen Formaten und wenigen, kuratierten Nachrichten.

Zudem sollen kleinteiligere Seiten spielerischer gestaltet werden und mehr „Meinung, Einordnung und Humor enthalten“. Dafür wurden neue Formate eingeführt, die auch crossmedial in Newslettern, auf der Website und als Social Cards fungieren sollen. Diese Formate sind im Einzelnen:

  • Der „Demokratiecheck“: Eine ganz kurze Einordnung, was in der vergangenen Woche schlecht und was gut war für die Demokratie.
  • „Was hat das mit mir zu tun?“: Ein aktuelles politisches Vorhaben oder Gesetz, heruntergebrochen auf die konkreten Auswirkungen für die Bürgerinnen und Bürger.
  • „Hieroglyphe unserer Zeit“: Die Erklärung eines aktuellen Symbols, einer Flagge, eines Memes, einer Geste, mit momentan besonderer Bedeutung.
  • „Landauf, landab“: Ein Bundesländerranking zu einer großen Bandbreite von Themen.
  • „Wirtschaftswunder“: Eine positive Nachricht aus der Wirtschaft mit ihren Hintergründen.
  • „Maschine der Woche“: Eine Maschine oder ein technisches Gerät, das diese Woche im Zentrum einer Nachricht steht.

Neue Formate wie der "Demokratiecheck" sollen nicht nur in Print, sondern crossmedial ausgespielt werden - Abbildung: Spiegel Gruppe

Und damit noch nicht genug: Neben den genannten Neuerungen will der Spiegel enger in Kontakt mit seinen Lesern treten und schafft einen weiteren Touchpoint für Kritik und Anregungen. Im sogenannten Posteingang erscheinen künftig Kurzinterviews mit Leserbrief-Schreibern. Im selben Umfeld werden außerdem eine viel diskutierte Frage aus dem digitalen Community-Format „Spiegel Debatte“ und die Rubrik „Familienalbum“ (hier senden Leser ein für sie wichtiges Foto ein) platziert. Jedes Heft endet mit einem einseitigen Interview zum Thema Abschiede unter der Rubrik „Niemals geht man so ganz“.

Mehr Touchpoints mit der Community: Im "Posteingang" führt der Spiegel Interviews mit Leserbrief-Schreibern, bildet die wichtigsten Debatten und Fotos aus der Familienalbum-Rubrik ab - Abbildung: Spiegel Gruppe

Um auch die Service-Themen in Print abzudecken, greift man außerdem auf „Spiegel Extra“ zurück. Zur Erklärung: Der Spiegel veröffentlichte im September 2024 die erste Ausgabe von Spiegel Extra. Bei dieser Ergänzung zum digitalen Abo Spiegel Plus handelt es sich um täglich erscheinende Beiträge. Je nach Wochentag widmen sich diese einem bestimmten Thema. So erscheinen montags beispielsweise „Work“-Beiträge und donnerstags „Loveletter“-Beiträge (mehr dazu hier).

Auch dafür wurde im neuen Print-Layout Platz geschaffen: Jede Woche finden Leser dort nun serviceorientierte Texte rund um Themen wie Liebe, Karriere, Fitness, Geld und Gesundheit.

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