Mittwoch, 30. September 2026

Johannes Hauner, Geschäftsführer der SZ, freut sich über den Zuwachs im Rätselportfolio - Abbildung & Foto: Süddeutsche Zeitung

Süddeutsche Zeitung sichert sich die deutsche Version von Wordle

Die Süddeutsche Zeitung (SZ) erweitert ihr digitales Portfolio und bringt als Lizenznehmerin der New York Times (NYT) das beliebte Worträtsel Wordle in einer offiziellen deutschen Version an den Start. Ab sofort können Nutzer das tägliche Rätsel kostenfrei unter sz.de/wordle spielen.

Das Spielprinzip bleibt unverändert: Ein Wort mit fünf Buchstaben muss in sechs Versuchen erraten werden. Für die deutsche Version greift die SZ auf den Duden als Grundlage zurück, unterstützt Umlaute und ersetzt „ß“ durch „ss“. Damit bleibt die Logik des Originals erhalten.

Mit der Einführung von „Wordle auf Deutsch“ setzt die SZ ein Zeichen für die strategische Erweiterung ihres digitalen Angebots. Johannes Hauner, Geschäftsführer der SZ, kommentiert dazu: „Wordle ist ein globales Phänomen, das für intelligente Unterhaltung steht. Wir freuen uns, als erster internationaler Lizenzpartner der New York Times eine offizielle deutsche Version anbieten zu können.“

Auch die NYT sieht die Kooperation als wichtigen Schritt, um das Spiel erstmals außerhalb des englischsprachigen Raums zugänglich zu machen, ergänzt Michael Greenspon, Global Head of Licensing bei der NTY: „Die Süddeutsche Zeitung und die New York Times teilen eine anspruchsvolle Leserschaft, die es schätzt, ihre geistige Neugier zu wecken und zu fordern. Wir freuen uns sehr, Wordle gemeinsam mit einem so renommierten Medienhaus erstmals außerhalb des englischsprachigen Raums zugänglich zu machen.“

Zusatzfunktionen für Abonnenten

In dem neuen Angebot steckt auch eine Paid-Content-Komponente: Das tägliche Rätsel ist zwar für alle Nutzer kostenfrei verfügbar. Für Digital-Abonnenten der SZ bietet das Spiel dann außerdem zusätzliche Features wie den Zugriff auf das Archiv vergangener Rätsel und detaillierte Statistiken. Damit folgt die SZ dem Modell der NYT, bei dem Wordle ebenfalls kostenlos spielbar ist, während erweiterte Funktionen Teil des Games-Abos sind.

„Wordle auf Deutsch“ ergänzt das bestehende Rätselangebot der SZ, welches Spiele wie Sudoku, Str8ts und Eigenentwicklungen wie den „Buchstabenring“ umfasst. Ziel ist es, die digitale Markenbindung zu stärken und Lesern neben journalistischen Inhalten auch interaktive Formate anzubieten.

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Background zu Wordle:

Wordle gehörte nicht immer zur NYT: Die Zeitung kaufte Anfang 2022 die Rechte am Online-Rätselspiel Wordle von dem amerikanischen Spiele-Entwickler Josh Wardle – für 1,2 Millionen Dollar. Am 1. Februar 2022 meldete das Unternehmen zudem auch beim Deutschen Patent- und Markenamt in München die Markenrechte für Deutschland an – am selben Tag wie der Rätsel-Macher Stefan Heine, der ebenfalls die Markenrechte für Wordle in Deutschland beanspruchte. Ein nachfolgender Prozess (mehr dazu hier) führte schließlich dazu, dass beide Unternehmen in Deutschland die Marke Wordle nutzen dürfen.

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