
Wolfgang Krach verlässt zum Jahreswechsel die SZ. Die Leitung der Redaktion übernimmt künftig Judith Wittwer als alleinige Chefredakteurin – Fotos: Friedrich Bungert / Julian Baumann
Wolfgang Krach verlässt die Süddeutsche Zeitung
In der Redaktionsspitze der Süddeutschen Zeitung (SZ) steht ein Wechsel bevor: Wolfgang Krach, langjähriger Chefredakteur der SZ, verlässt zum Jahreswechsel das Blatt. Die Leitung der überregionalen Tageszeitung übernimmt künftig Judith Wittwer, die seit 2020 gemeinsam mit Krach die Chefredaktion geführt hat. Unterstützt wird sie weiterhin von Ulrich Schäfer als stellvertretendem Chefredakteur.
Grund für die Trennung sind unterschiedliche Vorstellungen zwischen Krach und den Gesellschaftern über die Gestaltung der Zusammenarbeit und die Weiterentwicklung der SZ. Krach habe daraufhin angeboten, aus der Redaktion auszuscheiden. Beide Seiten haben sich einvernehmlich darauf verständigt, heißt es in der Pressemitteilung.
Wolfgang Krach, 62, kam 2003 vom Nachrichtenmagazin Der Spiegel zur SZ gekommen, zunächst als geschäftsführender Redakteur und Leiter des Newsdesks. 2007 wurde er stellvertretender Chefredakteur und 2015 schließlich Chefredakteur, zunächst gemeinsam mit Kurt Kister und seit 2020 zusammen mit Judith Wittwer.
Christian Wegner, Geschäftsführer der Süddeutschen Zeitung, sagt: „Ich bedanke mich bei Wolfgang Krach für seinen langjährigen Einsatz und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Unter seiner Führung entstanden preisgekrönte Recherchen wie die „Panama Papers“, die international Maßstäbe setzten im investigativen Journalismus. Seine Leidenschaft für die Redaktion und sein Einsatz für journalistische Exzellenz haben unser Haus über Jahre hinweg entscheidend geformt. Ich freue mich, dass er uns auch künftig verbunden bleiben wird. Für seinen nächsten Lebensabschnitt wünsche ich ihm alles Gute.“
Wolfgang Krach ergänzt: „Ich hatte – mit allen Höhen und Tiefen – 23 fantastische Jahre bei der SZ, davon 18 Jahre in der Chefredaktion. Auf diese Zeit blicke ich dankbar und glücklich zurück. Insbesondere danke ich Judith Wittwer und Ulrich Schäfer sowie der gesamten Redaktion für all das, was wir gemeinsam in den vergangenen Jahren aufgebaut und geleistet haben, ebenso den vielen Kolleginnen und Kollegen im Verlag, mit denen die Zusammenarbeit eng, gut und vertrauensvoll gewesen ist.“
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aynur kaya 11.12.2025





