
Investment-Chef Christian Teichmann will mit Burda in die Gaming-Industrie einsteigen - Foto: BPI
Burda wird im Gaming-Geschäft aktiv
Hubert Burda Media will in die Video- und Computerspiele-Industrie investieren und von ihr lernen. Dazu baut der Konzern zusammen mit dem Münchner Innovations- und Gründungszentrum „UnternehmerTUM“ eine neue Initiative auf – genannt BurdaGP. Mit ihr will man in europäische Gründer, Produkte und Plattformen aus dem Gaming-Bereich investieren und zugleich auch Erkenntnisse und Trends in den Konzern zurückfließen lassen.
Burdas Investment-Chef Christian Teichmann, seit Anfang 2026 auch Vorstandsmitglied, erklärt: „Gaming ist der Ort, an dem digitales Verhalten skaliert. Dank Smartphones und KI erlebt die Branche einen historischen Höhepunkt: In Deutschland spielt heute jede*r Zweite. Die Menschen sind aktive Gestalter, nicht nur Konsumenten. Mit dieser Zusammenarbeit verbinden wir Burdas Stärke in digitalen Inhalten und Plattformen mit der Innovationskraft von UnternehmerTUM – und fördern so die nächste Generation europäischer Gaming-Talente.“
Im Detail sieht die Konstellation so aus: Von Burda-Seite läuft das Engagement über die Investitionssparte Burda Principal Investments (BPI). Mit ihr investiert der Konzern bereits seit 1998 in schnell wachsende und skalierbare Technologieunternehmen in Bereichen wie Marktplätze, Fintech, Foodtech, Cybersicherheit und KI. Das neueste Projekt BurdaGP für den Gaming-Bereich wird Teil des sogenannten „AI/Software Venture Lab“ von UnternehmerTUM. Dort werden Gründer von KI- und Software-Startups unterstützt. Zusammen bieten die beiden Partner ein Frühphasen-Programm namens „Xpreneurs“ an, das die Inkubation neuer Unternehmen fördern soll – „von der ersten Idee bis zum investitionsreifen Geschäftsmodell“, wie es heißt.
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Wissenswert ist auch: Burdas Partner bei diesem Projekt, UnternehmerTUM, wurde einst 2002 von Susanne Klatten gegründet – Unternehmerin, Gesellschafterin des Autobauers BMW und laut Manager Magazin die reichste Frau Deutschlands. Heute sind für UnternehmerTUM über 500 Mitarbeiter tätig und die Organisation bringt jährlich mehr als 100 Technologiegründungen hervor.
Mit an Bord bei Burdas Gaming-Projekt ist darüber hinaus der Lehrstuhl für Gaming der TU München unter Leitung von Prof. Johanna Pirker. Dadurch soll ein direkter Zugang zu aktueller Forschung in den Bereichen Gaming-Technologie, KI und Interaktionssysteme ermöglicht werden.
Mit dem Einstieg in den Gaming-Bereich zielt Burda auf einen Milliarden-Markt: Global erzielte die Gaming-Industrie 2024 Umsätze in Höhe von knapp 224 Mrd. Dollar (Quelle: PwC). In Deutschland wurden laut dem Verband Game im Jahr 2024 rund 9,4 Mrd. Euro an Umsatz erzielt. Knapp 15.000 Angestellte sind hierzulande in dem Bereich tätig.
Wolfgang Rakel 16.01.2026





