
Am 25. März 2026 startet die neue Social-Media-Plattform Wedium in der Beta-Version - Screenshot: wedium.social
Social Media: Berliner Start-up gründet TikTok-Alternative mit Abo-Modell
Ein neues soziales Netzwerk kommt auf den europäischen Markt: Eine Gruppe aus Unternehmern, Medienschaffenden und IT-Experten hat die TikTok-Alternative Wedium entwickelt und will mit einem grundlegend anderen Ansatz den bestehenden Angeboten Konkurrenz machen.
„Die Algorithmen der großen Plattformen sind darauf ausgelegt, ihre Nutzerinnen und Nutzer möglichst lange zu binden, oft auf Kosten ihrer Gesundheit“, erklärt Nele Meissner, geschäftsführende Gesellschafterin der Wedium GmbH aus Berlin. Mit Wedium will ihr Team einen anderen Weg gehen: keine süchtig machenden Algorithmen, integrierter Jugendschutz, Blockade von Fake News und manipulativen Inhalten sowie konsequent transparente Mechanismen.
Am 25. März 2026 startet Wedium in der Beta-Version. Der offizielle Launch ist für Juli 2026 geplant – zunächst im deutschsprachigen Raum. Perspektivisch soll das neue Netzwerk europaweit ausgerollt werden.
Fokus auf Transparenz
Neben den gesundheitlichen Risiken sieht das Wedium-Team in den bestehenden Netzwerken auch Gefahren für das demokratische Gemeinwesen. Fake Accounts, Bots und algorithmische Verstärkung extremer und extremistischer Inhalte verzerren zunehmend den öffentlichen Diskurs. „Die bestehenden Plattformen stärken die Ränder und schwächen die Mitte“, sagt Sebastian Wilke, Mitgründer und Geschäftsführer. „Das hat direkte Auswirkungen auf die politische Meinungsbildung in Europa: Die Gesellschaft wird gespalten, radikale Parteien werden gefördert.“
Daher positioniert sich Wedium konsequent als europäische Antwort auf US-amerikanische und chinesische Tech-Konzerne. So ist bei der Plattform eine transparente Identifikation notwendig. Eine Registrierung erfolgt einmalig mit amtlichem Ausweis. Ausschließlich verifizierte Personen dürfen posten, nicht verifizierte User können die Inhalte konsumieren.
Darüber hinaus legt das Team nach eigenen Angaben Wert auf eine DSGVO-konforme Datenspeicherung in Europa. Accounts für Minderjährige sind nur über Elternprofile erlaubt. Außerdem sei eine faire Beteiligung von Creatorn an den Einnahmen geplant. Transparente Inhalte sollen zur Stärkung des Qualitätsjournalismus beitragen.
Das Business-Modell
Die Plattform Wedium soll sich künftig aus Werbeeinnahmen und einem Freemium-Modell finanzieren. Werbeeinnahmen seien wichtig, um Creator zu monetarisieren, die Plattform europäisch hosten zu können sowie Funktionen zu verbessern, heißt es. Perspektivisch soll es auch ein Freemium-Modell geben. Abonnenten bekommen Werbefreiheit für einen monatlichen Beitrag von 8,99 Euro.
Mit dem Start der Beta-Version am 25. März 2026 öffnet sich Wedium zunächst stufenweise für erste Nutzer. „Wedium ist ein Community-Projekt“, so Nele Meissner. „Wir können nur erfolgreich sein, wenn uns möglichst viele Menschen mit ihren Vorschlägen und Hinweisen unterstützen. Also: Tragt euch alle noch in die Userliste für die Beta-Version ein.“
Unterstützt wird die 2025 imitierte Plattform Wedium von einem Advisory Board mit Experten aus Recht, Digitalpolitik, Medien und Jugendschutz. Dazu gehören unter anderem Beate Leitermann (Wikipedia), Julia von Weiler (Kinder- und Jugendschutz-Expertin), Sabine Hein (Creatives for Future), Dr. Martin Fischer (FASPE) sowie Dr. Tobias Korenke (yeswecan!cer).
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Sophia Fiedler 24.03.2026





