Freitag, 14. August 2026

Preisträger, Laudatoren und Speaker des Abends der Pressefreiheit 2026 (v.li.): Philipp Welte (MVFP), Annette Ramelsberger (Süddeutsche Zeitung), Susanne Koelbl (Der Spiegel), Julia Klöckner (Bundestagspräsidentin), Cathrin Kahlweit (Süddeutsche Zeitung), Oksana Brovko (AIRPPU), Jan Jessen (Funke Mediengruppe), Sebastian Lai (Sohn des inhaftierten Hongkonger Verlegers Jimmy Lai), Matthias Ditzen-Blanke (BDZV) - Foto: Jason Harrell

Verleger verleihen Pressefreiheitspreis

Die Verlegerverbände MVFP und BDZV haben unter dem Dach ihres 2025 formierten Bündnisses Zukunft Presse einen Pressefreiheitspreis an drei Journalisten bzw. Verleger verliehen. Die Preisverleihung fand am 6. Mai 2026 mit rund 160 Gästen aus Medien, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Berlin statt. Ziel des Preises ist es, herausragende Persönlichkeiten zu würdigen, „die unter schwierigen Bedingungen für Pressefreiheit, Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit der Informationen einstehen“. Zudem sind die Auszeichnungen mit jeweils 10.000 Euro dotiert.

Die Preisträger des Pressefreiheitspreises 2026 sind:

  • Jimmy Lai, Verleger aus Hongkong
  • Cathrin Kahlweit, Österreich-Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung
  • Jan Jessen, Krisen- und Konfliktjournalist der Funke Mediengruppe

Teil der Preisverleihung war auch eine Keynote von Julia Klöckner, Präsidentin des Deutschen Bundestages und Schirmherrin der Veranstaltung. In anschließenden Laudationes wurde das Wirken Preisträger gewürdigt. Die Laudatoren waren Oksana Brovko, CEO der Association of Independent Regional Press Publishers of Ukraine (AIRPPU) in Kiew, Annette Ramelsberger, Gerichtsreporterin der Süddeutschen Zeitung und selbst mehrfach preisgekürt, sowie Susanne Koelbl, Auslandskorrespondentin des Spiegel und Preisträgerin 2025 des Pressefreiheitspreises.

Philipp Welte, Vorstandsvorsitzender des MVFP und Sprecher des Bündnisses, betonte bei der Preisverleihung: „Für uns in der Welt der Verlage ist Pressefreiheit nicht nur ein Recht – sie ist den Verlagen und den Familien, die hinter ihnen stehen, Verpflichtung. Und sie ist eine Leistung von Journalistinnen und Journalisten, die recherchieren, einordnen und publizieren und dafür einstehen, dass die Wahrheit nicht zum Gerücht verkommt.“

Matthias Ditzen-Blanke, Vorstandsvorsitzender BDZV und ebenfalls Sprecher des Bündnisses, unterstrich: „Dieser Abend ist ein Signal. Ein Signal nach innen – in unsere Branche. Und ebenso nach außen – in Gesellschaft und Politik. Denn die Preisträgerinnen und Preisträger dieses Abends stehen für das, was Pressefreiheit heute bedeutet: für Verantwortung. Für Wirkung. Und für Journalismus, der Orientierung schafft. Diese Form von Journalismus braucht Rahmenbedingungen, die die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten ermöglichen und sichern.“

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