
Verlage wollen sich mit neuer Groß-Koalition gegen KI-Firmen wehren
Seit März 2026 entsteht nach und nach ein internationaler Zusammenschluss von Verlagen und Medienunternehmen, die ihre Inhalte vor unerlaubter Nutzung durch KI-Firmen schützen wollen. Die neu entstehende Koalition trägt den Namen SPUR (steht für „Standards for Publisher Usage Rights“). Initiatoren waren fünf britische Verlags- und Medienhäuser.
Ziel der Koalition ist es, technologische Lösungen zu erarbeiten, die ein genaueres Nachvollziehen ermöglichen, wer online Inhalte nutzt. Ziel ist es, dafür Branchenstandards zu entwickeln. In den vergangenen Wochen habe man bereits „signifikante Fortschritte“ bei der Entwicklung eines Telemetrie-Standards gemacht und wolle die Technologie in Kürze starten, heißt es von SPUR. Es geht darum, dass Verlage und andere Medienunternehmen wieder Einsicht und Kontrolle darüber erhalten, welche KI-Firmen ihre Inhalte nutzen.
Die Initiative ging von den fünf britischen Verlags- bzw. TV-Unternehmen BBC, Financial Times, Guardian Media Group, Sky News and Telegraph Media Group aus. Kurz darauf schloss sie die Mediahuis-Gruppe an, die in Belgien beheimatet ist, aber darüber hinaus auch in der Niederlande, Deutschland, Irland und Luxemburg operiert. Anfang Juni 2026 folgte dann der Beitritt von 30 weiteren Mitgliedsunternehmen aus Frankreich, Kanada, Skandinavien, Österreich, der Schweiz und der Niederlande. Außerdem bekundeten mehrere internationale Verbände und Organisationen ihre Unterstützung für die Initiative, darunter der Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA) und US-Verlegerverband New Media Alliance.
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Wolfgang Rakel 04.06.2026





