Freitag, 14. August 2026

Johannes Boege wird zum 1. Januar 2027 neuer Vorsitzender der Geschäftsführung - Foto: Thomas Buchwalder/Frankfurter Allgemeine Zeitung

Frankfurter Allgemeine Zeitung mit neuer Führung

Bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) erfolgt ein Generationswechsel auf der Geschäftsführerebene und auf der Herausgeberseite: Mit Wirkung zum 1. Januar 2027 übernimmt Johannes Boege, 46, den Vorsitz der Geschäftsführung. Er folgt auf Thomas Lindner, 61, der seit 2014 der Geschäftsführung der FAZ vorsaß und Berichten zufolge aufgrund interne Differenzen sein Amt niederlegt.

Johannes Boege ist seit 2019 Mitglied der Geschäftsleitung der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) und deren stellvertretender CEO. Er verantwortet dort das Kerngeschäft sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens in der Schweiz und im deutschen Markt.

Ebenfalls am 1. Januar 2027 rückt die 44-jährige Helene Bubrowski in das Herausgebergremium auf. Sie wird zusammen mit Berthold Kohler die Politische Redaktion führen und sich mit Carsten Knop die Leitung der Online-Redaktion teilen. Damit erhält die Politische Redaktion wieder eine Doppelspitze, wie es bis 2014 der Fall war.

Auch der Vorsitz des Aufsichtsrats wird neu besetzt. In diesem Zuge legt auch Prof. Dr. Dr. Andreas Barner, 73, seinen Aufsichtsratsvorsitz nieder, den er seit 2019 innehatte.

Marika Lulay, 63, die dem Aufsichtsrat seit April 2024 angehört und bisher den stellvertretenden Vorsitz innehatte, übernahm den Vorsitz am 3.Juli 2026 von Prof. Barner. Die Informatikerin leitete viele Jahre lang GFT Technologies, ein internationales, börsennotiertes Digitalunternehmen mit Sitz in Deutschland.

„Wir sind hocherfreut, dass wir Johannes Boege für den Vorsitz der Geschäftsführung gewinnen konnten“, so Lulay. „Er bringt umfangreiche Erfahrung im Aufbau tragfähiger Geschäftsmodelle für Qualitätsjournalismus mit. Mit ihm werden wir die bereits begonnene wirtschaftliche Weiterentwicklung unserer Zeitung aus dem Kerngeschäft heraus beschleunigen. Zugleich wird er die Marke F.A.Z. strategisch in die Zukunft führen.“

Aufsichtsrat und Kuratorium der F.A.Z. würdigen Lindner für seine großen Verdienste um die Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Herr Lindner hat in den vergangenen 13 Jahren maßgeblich zur Entwicklung des Unternehmens beigetragen. Die Geschäftsführung hat unter seinem Vorsitz die Zeitung gemeinsam mit den Herausgebern auf finanziell sichere Füße stellen können. Er hat mit vorrausschauendem Handeln den Weg in die digitale Transformation der FAZ geebnet. Wir möchten Herrn Lindner herzlich für sein großes Engagement danken und wünschen ihm viel Erfolg bei zukünftigen Herausforderungen.“

Dr. Volker Breid, der der Geschäftsführung seit 2018 angehört, bleibt Geschäftsführer der FAZ und wird die Geschäfte übergangsweise allein weiterführen.

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aynur kaya 06.07.2026

 

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