
Schnelles Aus für die deutsche Mannschaft, dafür Rekordzahlen in der Pressebranche: Axel Springer und der Kicker freuen sich über Rekord-Reichweiten - Abbildungen: Axel Springer, Olympia Verlag
Fußball-WM beschert Bild-Gruppe und Kicker Rekord-Reichweiten
Trotz des frühen Ausscheidens der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Mexiko, den USA und Kanada verzeichnen sowohl die Bild-Gruppe von Axel Springer als auch der Kicker des Olympia-Verlags historische Bestwerte bei Reichweite und Vermarktung.
Bild-Gruppe verdoppelt Traffic im Vergleich zur WM 2022
Bei Axel Springer verzeichneten mehrere Marken ihre bislang erfolgreichste Fußball-Weltmeisterschaft:
- Die Bild kam auf mehr als 300 Millionen Page Views – eine Verdopplung gegenüber der WM 2022. Allein am Tag nach dem deutschen Ausscheiden wurden über 30 Millionen Page Views gezählt, der laut Unternehmensangaben beste Digital-Tag im Sportressort der Bild-Geschichte. Auch die Video-Abrufe verdoppelten sich auf über 30 Millionen (ohne Autoplay).
- Sport Bild erzielte nach eigenen Angaben ihre bislang erfolgreichste WM: Page Views (über 40 Millionen) und Videoabrufe (über 2,5 Millionen) verdreifachten sich jeweils im Vergleich zu 2022.
- Die Welt kam auf 36 Millionen Page Views (plus 37 Prozent gegenüber 2022) und mehr als sechs Millionen Videostarts – nach Verlagsangaben das reichweitenstärkste Sportereignis in der digitalen Geschichte des Titels.
- Die Bild-Tochter TorAlarm verzeichnete mit über 1,2 Millionen weltweiten Downloads den umsatzstärksten Monat der Unternehmensgeschichte.
- Die Plattform Transfermarkt, an der Axel Springer mehrheitlich beteiligt ist, meldete 180 Millionen Page Impressions auf WM-Inhalte und 110 Millionen Aufrufe von Spielerprofilen der WM-Teilnehmer.
Zum Einsatz kamen bei der Bild mehr als 20 Reporter und Experten vor Ort, unter anderem mit den Videoformaten "Lothar legt los" und "Reif ist live". Henning Feindt, Chefredakteur Sport der Bild-Gruppe und Welt, wertet die Berichterstattung als Teamleistung "aller Kolleginnen und Kollegen bei Bild und Sport Bild sowie TorAlarm und Transfermarkt". General Manager Sport & Portfolio Selina Wahl kündigte an, das "Mannschaftsspiel" zur kommenden Bundesliga-Saison fortsetzen zu wollen.
Kicker meldet drei Milliarden Page Views
Beim Nürnberger Olympia-Verlag fällt die Bilanz ähnlich aus: Der Kicker kommt über den WM-Zeitraum auf mehr als drei Milliarden Page Views und 450 Millionen Visits, dazu 189 Millionen Video-Views inklusive Social Media und 1,4 Millionen Audio-Streams auf den Formaten "Kicker Daily" und "Kicker meets DAZN". Bereits im Juni 2026 hatte der Verlag mit über 321 Millionen Visits und mehr als 125 Millionen Video-Abrufen in einem Einzelmonat einen Rekord aufgestellt.
Für die Berichterstattung entsandte der Kicker neun Reporter sowie einen Video-Redakteur nach Nordamerika und begleitete das Turnier mehr als fünf Wochen lang mit einer durchgehenden Berichterstattung über Text, Audio, Video und Social Media. CEO Bärbel Schnell verweist auf das Zusammenspiel von Redaktion und Vermarktung: "Wir erzählen nicht nur schneller und relevanter, wir übersetzen Inhalte auch konsequenter in vermarktbare Umfelder und Partnerschaften."
Auch Paid-Content-Angebot des Kicker wächst
Profitiert hat auch das zwei Jahre alte Bezahlangebot Kicker Plus, das mittlerweile über 28.000 Abonnenten zählt. Head of Paid Content Sophie Janz führt den Zuwachs auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen frei verfügbaren und kostenpflichtigen Inhalten zurück: "Unsere Prognose war sehr ambitioniert und wir haben sie so deutlich übertroffen, dass es selbst uns positiv überrascht hat. Grundlage dafür waren Learnings aus der Vergangenheit: pointierte Angebote und eine optimierte Content-Strategie, die ein ausgewogenes Verhältnis zwischen frei verfügbaren und kostenpflichtigen Inhalten schafft. Besonders erfolgreiche Hebel war das umfangreiche Angebot an Einzelkritiken sowie Analysen und Meinungsbeiträge, insbesondere zur deutschen Mannschaft, aber auch darüber hinaus."
Für beide Verlagshäuser zeigt die Weltmeisterschaft damit einen Effekt, der sich bei Großereignissen wiederholt beobachten lässt: Reichweitenspitzen im Free-Content-Bereich lassen sich sowohl in Vermarktungserlöse als auch – wie bei Kicker Plus – in zusätzliche Paid-Content-Abonnements übersetzen.
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Vivian Katharina Bissel 03.08.2026





