Donnerstag, 27. August 2026

Verlässt den Schweizer Verlagskonzern Tamedia nach knapp zwei Jahren wieder: Tanja zu Waldeck - Foto: Dominik Geigler

Tanja zu Waldeck verlässt Tamedia

Medien-Managerin Tanja zu Waldeck und die Schweizer Verlagsgruppe Tamedia gehen getrennte Wege. Die ehemalige Burda-Führungskraft war seit Oktober 2024 als Group COO für Tamedia tätig und gibt ihre Position nun aus persönlichen Gründen ab, wie es von Unternehmensseite heißt. Der Verlag will die Position nicht nachbesetzen.

Präsident & Verleger Pietro Supino erklärt: „Nachdem Tanja zu Waldeck die Gruppe aus persönlichen Gründen verlässt, werden wir die Organisation verschlanken. Unter ihrer Verantwortung haben sich unsere Medienunternehmen positiv entwickelt, und sie war federführend in der Dezentralisierung der Gruppe, welche nun abgeschlossen ist. Ich danke ihr im Namen des Verwaltungsrats herzlich für ihren Einsatz und wünsche ihr für die Zukunft alles Gute.“

Tanja zu Waldeck war vor ihrem Wechsel zu Tamedia über zehn Jahre für Hubert Burda Media tätig und leitete zuletzt als CEO die Digitalsparte Burda Forward. Zuvor hatte sie die Community-Plattform und Medienmarke NetMoms mit gegründet und über sechs Jahre hinweg aufgebaut. Begonnen hatte sie ihre Laufbahn einst bei der Unternehmensberatung McKinsey.

Nach ihrem Weggang von Tamedia gibt es dort organisatorisch nun folgende Anpassungen: Daniel Mönch soll die Verantwortung für die Aktivitäten des Vermarkters Goldbach sowie die zentralen Group Services übernehmen. Zusätzlich zu seiner Aufgabe als Chief Portfolio Officer soll er die Funktion als Chief Operating Officer der Gruppe ausüben. Die CEOs der beiden Publizistikunternehmen Tamedia und 20 Minuten sollen wieder direkt an den Verwaltungsrat berichten.

Die Gruppen-Holding TX Group hatte im selben Zuge auch ihre Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt. Der konsolidierte Betriebsertrag lag mit 402,4 Mio. Schweizer Franken (etwa 430 Mio. Euro) rund sechs Prozent unter Vorjahr. Das operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) stieg hingegen um 74 Prozent auf 67,1 Mio. Schweizer Franken (etwa 72 Mio. Euro). Den größten Beitrag liefert weiterhin die Verlagseinheit Tamedia (deren operatives Ergebnis jedoch 27 Prozent unter Vorjahr lag). Verleger Supino will den Verlag ausdrücklich zu einem Digitalunternehmen umbauen. Gut ein Drittel der 601.000 bezahlten Abonnements sind Digital-Abonnements.

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