Mittwoch, 16. September 2026

Rewe will Spontankäufe künftig auch stärker online bedienen - Foto: Rewe

Rewe setzt verstärkt auf Online-Lebensmitteleinkauf

Der Einzelhandelskonzern Rewe will das Geschäft mit Online-Bestellungen und Sofort-Lieferungen von Lebensmitteln ausbauen. Dazu wurden Kooperationen mit gleich drei Lieferdiensten geschlossen. Sie sollen es ermöglichen, dass Produkte in weniger als einer Stunde an die Kunden geliefert werden.

Bei den Kooperationspartnern handelt es sich um Uber Eats, Wolt und Lieferando. Nutzer von deren Apps können nun eine „Rewe Sofort-Lieferung“ auswählen und darüber Produkte aus einem Sortiment von bis zu 9.000 Artikeln bestellen. Dazu gehören laut Unternehmensangaben unter anderem frisches Obst und Gemüse sowie Tiefkühl- und Convenience-Produkte. Während die Kommissionierung in den Rewe Märkten erfolgt, übernimmt der jeweilige Lieferdienst die Zustellung der Produkte. Der neue Service startet zum 15. September 2026 in Köln (Wolt), Frankfurt am Main (Uber Eats) sowie in Hamburg und Jena (Lieferando).

Für Rewe geht es insbesondere darum, den sogenannten Quick Commerce bzw. Spontankäufe zu bedienen. „Unsere Kundinnen und Kunden erwarten heute, Lebensmittel so unkompliziert und flexibel bestellen zu können, wie es zu ihrem Alltag passt“, erläutert Clemens Bauer, Director Rewe E-Food. „Mit Lieferando, Wolt und Uber Eats schaffen wir zusätzliche Einkaufsmöglichkeiten genau dort, wo spontaner Bedarf entsteht. Aus unseren Tests wissen wir, dass insbesondere Obst und Gemüse sowie Molkerei- und Convenience-Produkte zu den gefragtesten Kategorien bei spontanen Einkäufen gehören. Und genau hier liegen die Stärken von Rewe."

Kostenlos versorgt Sie der DNV-Online-Newsletter mit allen Neuigkeiten. Jetzt abonnieren - nie wieder etwas verpassen!

E-Mail:

Sicherheitscode hier eintragen:

Der Konzern verweist in diesem Zuge auch auf Prognosen, denen zufolge die Umsätze mit Quick Commerce in Deutschland bis 2030 auf gut 1,3 Milliarden Euro steigen sollen. Um von diesem Potenzial zu profitieren, wird nun neben dem hauseigenen Rewe Lieferservice und Rewe Abholservice die neue Sofort-Lieferung mit den drei Kooperationspartnern eingeführt. Hinsichtlich der Prozesse könne man insbesondere auf den vorhandenen Strukturen und Abläufen des Abholservice aufsetzen, den es laut Unternehmensangaben bereits in mehr als 2.200 Märkten gibt.

Dabei stellt Rewe auch heraus, dass es vermutlich nicht bei den vier genannten Städten bleiben wird. Perspektivisch könne die Sofort-Lieferung effizient auf weitere Städte und Regionen ausgeweitet werden. Bis Ende 2026 wolle man das Angebot auf weitere Großstädte in Deutschland ausdehnen. Darüber hinaus sei der Service aber auch für kleine und mittelgroße Städte geplant.

Zuversichtlich zeigt man sich auch mit Verweis auf die Entwicklung in anderen Ländern: „Kund*innen kaufen nicht immer nur über einen Kanal ein, sondern nutzen verschiedene Kanäle, je nach ihren persönlichen Bedürfnissen. Dass wir mit dieser Strategie richtig unterwegs sind, zeigen viele gute Beispiele aus anderen Ländern wie den USA, Frankreich oder Großbritannien. Dort macht E-Commerce im Lebensmittelmarkt 10 bis 15 Prozent aus, in Deutschland derzeit nur vier Prozent“, so Rewes E-Food-Chef Clemens Bauer.

  •  
 

Newsletter abonnieren

Best Practice

Hier finden Sie aussagekräftige Fallstudien

 

DNV-Guide

DNV - DER NEUE VERTRIEB bringt Sie mit Experten von A wie Abogewinnung bis Z wie Zustellung zusammen. Profitieren Sie vom Know-how dieser Spezialisten. Mehr...





   



   



   



   



   



   
NEUMANN 2026
Handbuch für Presse-Vertrieb und -Verkauf

Handbuch für den Presse-Vertrieb und -Verkauf

Aktuelle Ausgabe

Bestellung

Zeitschriften-Suche