
Wechselt vom Verlag zum Spielzeughersteller: Roger Lynch - Foto: Rick Wenner
CEO von Condé Nast verlässt das Unternehmen
Condé Nast muss sich auf die Suche nach einem neuen CEO begeben. Roger Lynch, der seit siebeneinhalb Jahren an der Spitze des internationalen Verlagshauses (u.a. Vogue, GQ, Wired, AD) stand, verlässt das Unternehmen und wechselt zum Spielwarenhersteller Mattel. Die Suche nach einem Nachfolger soll nun beginnen.
Geführt wird Condé Nast in der Zwischenzeit von Mike Perlis als Interim-CEO. Er gehört seit knapp acht Jahren zum Board des Verlags und war u.a. auch schon für Forbes, Softbank und Playboy tätig.
Der bisherige CEO Roger Lynch hatte während seiner Zeit bei Condé Nast neue Geschäftsbereiche auf- und ausgebaut, aber auch Einschnitte vorgenommen. Beispielsweise hatte er im Frühjahr 2026 entschieden, das Magazin Self komplett einzustellen und die Marken Glamour und Wired in einzelnen Ländern vom Markt zu nehmen. Unter dem Strich stand wirtschaftlicher Erfolg: 2025 hatte der Verlag im vierten Jahr in Folge Umsatz und Gewinn gesteigert, und auch 2026 sei man auch Wachstumskurs.
Während Lynch bei Mattel spätestens zum 2. November 2026 als neuer CEO antreten soll, werde er Condé Nast als Mitglied des Board of Directors erhalten bleiben. Mattel kennt er bereits gut, da er auch dort zum Board gehört (seit 2018). In früheren Stationen seiner Laufbahn war er u.a. für die Firmen Pandora, Sling, Video Networks International, und Chello Broadband tätig, immer in CEO-Rollen.
Lynch folgt als Mattel-CEO auf Ynon Kreiz, der in einem anderen Unternehmen eine Führungsrolle übernehmen werde.
Judy Olian aus dem Board von Mattel erklärt: „Roger ist eine visionäre Führungspersönlichkeit, die nachweislich globale Unternehmen zum Wachstum geführt hat, die an der Spitze sich wandelnder Branchen- und Verbrauchertrends agierten. Während seiner gesamten Amtszeit im Board hat Roger einen unschätzbaren Beitrag zur Gestaltung der Unternehmensausrichtung im Zuge der Expansion in die Bereiche Unterhaltung und digitale Produkte geleistet. Der Vorstand ist Ynon für seine achtjährige, transformative Führungsarbeit zutiefst dankbar und wünscht ihm viel Erfolg in seiner neuen Rolle. Ynon hinterlässt ein unschätzbares Vermächtnis: Er hat Mattel von einem Spielzeughersteller zu einem führenden, IP-getriebenen Unternehmen für Spiel- und Familienunterhaltung gemacht. Da wir Roger gut kennen, sind wir zuversichtlich, dass er und das talentierte Mattel-Team auf diesem starken Fundament aufbauen und unsere Strategie zur Nutzung unseres ikonischen Markenportfolios weiter vorantreiben werden.“
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Wolfgang Rakel 01.10.2026





